Shopify Markets: International verkaufen aus einem einzigen Shop
Der Schritt ins Ausland ist für viele Shopify-Händler näher, als sie denken: Die Nachfrage aus Österreich, der Schweiz oder den Niederlanden ist oft längst da, nur der Shop spricht noch nicht die Sprache und Währung der Kunden. Genau dafür hat Shopify die Internationalisierung als festen Bestandteil ins System gebaut, für uns einer der unterschätzten Vorteile von Shopify.
Wir zeigen Dir in diesem Ratgeber, was Shopify Markets kann, was es kostet, wo seine Grenzen liegen und wie Du Deinen ersten Auslandsmarkt sauber aufsetzt.

→ Shopify Markets ist die integrierte Internationalisierungsfunktion von Shopify: Aus einem einzigen Shop heraus verkaufst Du mit lokalen Währungen, Sprachen, Zahlungsarten und Domains in mehrere Länder.
→ Das Feature ist in allen Shopify-Plänen enthalten. Du zahlst keine Lizenz, sondern Gebühren pro internationaler Bestellung, etwa 1,5 bis 2 % für die Währungsumrechnung.
→ Alle Märkte teilen sich Backend, Kernsortiment und Checkout. Für getrennte Marken oder Rechtsformen sind Expansion Stores mit Shopify Plus die bessere Wahl.
Ein Multishop ist Markets nicht. Alle Märkte teilen sich ein Backend, ein Kernsortiment und einen Checkout. Wenn Du komplett getrennte Marken oder Sortimente führen willst, brauchst Du eher mehrere Shops.
Umgerechnet ist nicht immer dasselbe wie lokal bepreist. Wenn Du in der Schweiz oder in Skandinavien bewusst andere Preise fahren willst, solltest Du zusätzlich mit Katalogen arbeiten und die Preise pro Markt festlegen.
Nicht alles lässt sich übersetzen. Tags, Kollektionsfilter, Produktbilder und Inhalte mancher Drittanbieter-Apps bleiben unübersetzt, URL-Handles sind übersetzbar, aber nicht pro Markt anpassbar. Wer viele Sprachen mit hoher Qualität braucht, ergänzt Translate & Adapt oft um eine spezialisierte Übersetzungs-App aus dem Shopify App Store. Den Sprach- und Länderumschalter selbst bringt Dein Theme mit.
Innerhalb der EU darfst Du Kunden nach der Geoblocking-Verordnung nicht ohne ihre Zustimmung auf eine andere Länderversion umleiten. Ein Hinweis mit Auswahlmöglichkeit statt eines harten Redirects ist deshalb der sichere Weg. Wie Du Domains grundsätzlich mit Shopify verbindest, zeigen wir Dir im Ratgeber „Shopify Domain verbinden“.
Gleiche Marke, gleiches Kernsortiment, andere Länder → Shopify Markets.
Getrennte Marken, Sortimente oder Rechtsformen → Expansion Stores mit Shopify Plus.
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Was ist Shopify Markets?
Shopify Markets ist die in Shopify integrierte Funktion, mit der Du aus einem einzigen Onlineshop heraus in mehrere Länder und an mehrere Kundengruppen verkaufst, jeweils mit eigener Währung, Sprache, Preisgestaltung, Domain und eigenem Sortiment. Ein Markt ist dabei eine Kundengruppe, die Du selbst definierst. Das können Länder oder Regionen für den grenzüberschreitenden Verkauf sein, genauso aber Unternehmensstandorte für Dein B2B-Geschäft oder Einzelhandelsstandorte für den Verkauf vor Ort.
Jeder Markt besteht aus 2 Bausteinen:
1. Bedingungen: legen fest, wer zu einem Markt gehört, etwa anhand von Standort, Kundengruppe, Einzelhandelsstandort oder Vertriebskanal.
2. Anpassungen: legen fest, was diese Kunden sehen, etwa Währung, Sprache, Preise, Produktverfügbarkeit, Theme-Inhalte, Domain und Steuereinstellungen.
Shopify hat Markets 2021 als Feature eingeführt und seither zu einem eigenen Bereich ausgebaut. Verwaltet wird alles zentral auf der Seite „Märkte“ in Deinem Shopify Admin. Dort legst Du auch Teilmärkte an, die ihre Einstellungen vom übergeordneten Markt erben, zum Beispiel die DACH-Region als Hauptmarkt und die Schweiz als Teilmarkt mit Schweizer Franken als Währung. Kunden, die zu keinem aktiven Markt passen, landen automatisch in der Backup-Region, standardmäßig Deinem Heimatmarkt.

Die Grundfunktionen für regionale Märkte sind in allen Shopify-Plänen kostenlos enthalten, Gebühren fallen nur für einzelne Vorgänge wie die Währungsumrechnung an.
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Was kann Shopify Markets? Die 6 Kernfunktionen
Shopify Markets bündelt mehrere Lokalisierungsfunktionen, die Du pro Markt einzeln aktivierst und kombinierst. Sechs davon entscheiden im Alltag darüber, ob sich ein internationaler Shop für Deine Kunden wie ein lokaler anfühlt.
1. Automatische Währungsumrechnung und lokale Preise
Mit Shopify Markets zeigst Du Deinen Kunden Preise in ihrer Landeswährung an und rechnest sie auch in dieser Währung ab. Voraussetzung dafür ist Shopify Payments (oder Adyen) als Zahlungsabwickler. Die automatische Währungsumrechnung nutzt aktuelle Marktkurse, die Shopify im Tagesverlauf regelmäßig aktualisiert. Alternativ stellst Du pro Währung einen festen Wechselkurs ein, etwa um stabile Schwellenpreise zu halten.
Bei der Umrechnung fällt eine Gebühr an, die je nach Region bei 1,5 bis 2 % liegt und beim automatischen Kurs direkt im angezeigten Kundenpreis steckt. Shopify rechnet dafür Basispreis × Wechselkurs × (1 + Gebühr).
Ein Beispiel mit angenommenem Kurs:
Aus 100 € werden bei einem Kurs von 0,95 und 1,5 % Gebühr rund 96,43 CHF (100 × 0,95 × 1,015 = 96,425).
Damit keine krummen Beträge wie 96,43 CHF auf der Produktseite stehen, kannst Du pro Markt Rundungsregeln aktivieren. So wird je nach Deiner Preispolitik aus 96,43 CHF etwa 95,99 CHF, 96,99 CHF oder 97 CHF.
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2. Lokale Zahlungsmethoden im Checkout
Welche Zahlungsarten Deine Kunden im Checkout sehen, richtet sich bei Shopify Payments nach dem Standort des Käufers, nicht nach dem Sitz Deines Shops. Ein niederländischer Kunde bekommt also iDEAL angeboten, ein österreichischer EPS, auch wenn Du aus Hamburg verkaufst. Für ein deutsches Shopify-Payments-Konto nennt Shopify aktuell folgende lokale Zahlungsmethoden:
- Klarna
- Bancontact (Belgien)
- BLIK und Przelewy24 (Polen)
- EPS (Österreich)
- iDEAL und Wero (Niederlande und weitere Euro-Länder)
- MB WAY (Portugal)
- MobilePay (Dänemark, Finnland)
- TWINT (Schweiz)
Dazu kommen Kreditkarten, Wallets wie Shop Pay oder Apple Pay und PayPal als eigener Anbieter. Wichtig: iDEAL schaltet Shopify erst frei, wenn Dein Shop mindestens 100 Bestellungen über Shopify Payments abgewickelt hat.
3. Sprache lokalisieren mit Translate & Adapt
Aus einem Shopify-Shop heraus kannst Du in bis zu 20 Sprachen verkaufen. Die Sprachen selbst legst Du unter Einstellungen > Sprachen an, übersetzt wird mit der kostenlosen Shopify-App Translate & Adapt. Sie übersetzt bis zu 2 Sprachen automatisch per KI, weitere Sprachen pflegst Du manuell oder per CSV-Import ohne Limit. Der zweite Teil des App-Namens ist dabei der spannendere: Mit „Adapt“ passt Du Inhalte pro Markt an, auch wenn die Sprache gleich bleibt, etwa unterschiedliche Formulierungen oder Produktbeschreibungen für Deutschland und die Schweiz.

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4. Domains, Subfolder und SEO
Für jeden Markt entscheidest Du, unter welcher Adresse er erreichbar ist. Shopify bietet dafür 3 Wege:
- Unterordner wie deinshop.de/fr/, laut Shopify die Wahl der meisten Shops, weil sie ohne zusätzliche Domains auskommen.
- Subdomains wie fr.deinshop.de.
- Eigene Länderdomains wie deinshop.fr, die Du unter Einstellungen > Domains verbindest.
Die hreflang-Tags generiert Shopify auf Basis Deiner Markt- und Sprachkonfiguration automatisch, Suchmaschinen erkennen also, welche Version für welches Land gedacht ist. Shopify leitet die Kunden anhand der IP-Adresse und Browsersprache zur passenden Version; die Auswahl über den Länder- und Sprachumschalter wird für Folgebesuche gespeichert.
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5. Sortiment und Design pro Markt
Über Kataloge steuerst Du, welche Produkte in welchem Markt zu welchem Preis erscheinen. Ein Katalog ist eine Produktgruppe mit optionaler eigener Preisgestaltung, die Du einem oder mehreren Märkten zuweist. Du kannst Preise prozentual anheben oder senken, einzelne Varianten mit festen Preisen überschreiben, Produkte für einen Markt ganz ausschließen, etwa wenn ein Artikel in einem Land nicht verkauft werden darf, und das Ganze per CSV im Bulk pflegen. Kataloge stehen in allen Shopify-Plänen zur Verfügung.

Beim Design wird es planabhängig. Marktspezifische Theme-Inhalte, also etwa andere Startseiten-Banner oder Texte pro Markt, gibt es ab dem Advanced-Plan, darunter sehen alle Märkte dieselbe Theme-Anpassung. Globale Einstellungen wie Farben und Typografie sowie Liquid-Vorlagen bleiben in jedem Fall marktübergreifend. Checkout- und Kontoseiten pro Markt sind ebenfalls ab Advanced möglich, eigene Checkout-Blöcke pro Markt und Geschäftseinheit mit getrennten Shopify-Payments-Konten und Auszahlungen bleiben Shopify Plus vorbehalten.
6. Zölle, Steuern und Versand
Verkaufst Du aus Deutschland in Drittländer wie die Schweiz oder Großbritannien, kannst Du Zölle und Einfuhrsteuern direkt im Checkout berechnen und einziehen. Deine Kunden zahlen dann den Endpreis ohne böse Überraschung an der Haustür.
Die Funktion ist in allen Plänen enthalten und kostet pro Bestellung 0,85 % mit Shopify Payments bzw. 1,5 % mit anderen Zahlungsanbietern. Seit Februar 2025 hat Shopify die Gebühr vorübergehend auf 0,5 % gesenkt. Für Bestellungen innerhalb der EU fällt keine Gebühr an, für die Schweiz braucht Shopify zusätzlich das Produktgewicht.
Für die Umsatzsteuer im EU-Fernverkauf hinterlegst Du Deine OSS-Registrierung in den Steuereinstellungen, Shopify wendet dann die Steuersätze der Zielländer an (mehr dazu im Ratgeber Shopify Buchhaltung).
Beim Versand gilt eine etwas harte Regel: Ein Markt lässt sich nur für Länder aktivieren, für die Du Versandtarife hinterlegt hast. Versandoptionen pro Markt befinden sich aktuell im Early Access und stehen noch nicht jedem Shop zur Verfügung.
Was kostet Shopify Markets?
Shopify Markets selbst kostet keinen Aufpreis, die Erstellung von Länder- und Regionsmärkten ist in allen Shopify-Plänen enthalten. Du zahlst also keine Lizenz für das Feature selbst, sondern nur variable Gebühren auf bestimmte internationale Vorgänge.
Welche Gebühren fallen bei internationalen Bestellungen an?
Getrennt davon solltest Du die planabhängigen Funktionen einkalkulieren. Kataloge mit eigenen Preisen pro Markt gibt es in jedem Plan, marktspezifische Theme-Inhalte sowie Checkout- und Kontoseiten pro Markt erst ab Advanced, eigene Checkout-Blöcke pro Markt und Geschäftseinheit mit getrennten Auszahlungen nur mit Shopify Plus. Wer international ambitioniert startet, rechnet also weniger mit Markets-Kosten als mit dem passenden Shopify-Plan dahinter.
Shopify Markets, Managed Markets oder Expansion Stores: Welches Setup passt zu Dir?
Shopify Markets ist nicht der einzige Weg in neue Länder. Je nach Setup konkurriert es mit 2 Alternativen:
- Managed Markets, bei dem Shopify über den Partner Global-e als eingetragener Händler (Merchant of Record) auftritt und Steuern, Zölle und Compliance komplett übernimmt.
- Expansion Stores, also zusätzliche eigenständige Shops innerhalb einer Shopify-Plus-Lizenz.
So unterscheiden sich die 3 Setups:
Für Dich als Händler mit Sitz in Deutschland ist die Entscheidung damit einfacher, als viele Vergleichsartikel suggerieren: Managed Markets, der Nachfolger von Markets Pro, steht Dir aktuell schlicht nicht zur Verfügung. Real wählst Du also zwischen Markets und einem Multishop-Setup mit Expansion Stores, bei dem bis zu 10 Shops in einer Plus-Lizenz laufen.
Ein Sonderfall ist Dein B2B-Geschäft: Seit Märkte auch über Kundengruppen und Unternehmensstandorte definiert werden, steuerst Du B2B auf Shopify mit eigenen Katalogen, Preislisten und Zahlungskonditionen über dieselbe Markets-Logik, ohne zweiten Shop. In den Plänen unterhalb von Plus sind dabei maximal 3 aktive B2B-Kataloge möglich.
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Shopify Markets einrichten: In 7 Schritten zum ersten Auslandsmarkt
Das eigentliche Einrichten von Shopify Markets hast Du in wenigen Klicks erledigt; die größte Arbeit steckt in den Entscheidungen davor (z. B. welche Länder, welche Preise, welche Sprachen etc.). So gehst Du am besten vor:
- Voraussetzungen klären: Aktiviere Shopify Payments (alternativ Adyen), damit die Währungsumrechnung und lokalen Zahlungsarten funktionieren. Kläre außerdem Deine steuerliche Registrierung, für EU-Länder typischerweise über das OSS-Verfahren.
- Versandtarife hinterlegen: Lege für jedes Zielland Versandzonen und Tarife an. Ohne konfigurierte Versandtarife lässt sich ein Markt nicht aktivieren.
- Markt anlegen: Erstelle auf der Seite „Märkte" in Deinem Shopify Admin einen neuen Markt und gruppiere die passenden Länder, etwa einen EU-Markt mit Teilmärkten für einzelne Länder.
- Währung und Preise festlegen: Entscheide pro Markt zwischen automatischer Umrechnung mit Rundungsregeln und festen Preisen über einen Katalog.
- Sprache und Domain zuweisen: Ergänze die Marktsprachen, übersetze mit Translate & Adapt und wähle Deine Domain-Strategie, ob Unterordner, Subdomain oder Länderdomain.
- Checkout prüfen: Kontrolliere lokale Zahlungsarten sowie Zoll- und Steuereinstellungen für Drittländer wie die Schweiz oder Großbritannien.
- Testen und aktivieren: Prüfe jede Marktversion über die Vorschau-Funktion, mach eine Testbestellung und schalte den Markt erst dann live.
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Wo stößt Shopify Markets an seine Grenzen?
Shopify Markets ist stark, solange Deine Märkte Varianten desselben Shops sind. An diesen Stellen wird es eng:
- Ein Backend, ein Grundgerüst: Globale Theme-Einstellungen wie Farben und Typografie sowie Liquid-Vorlagen gelten für alle Märkte. Marktspezifisch anpassbar sind Inhalte, nicht das Fundament. Wer pro Land ein komplett eigenes Markenerlebnis will, stößt hier an die Decke.
- Gutscheine und Rabatte in Shopwährung: Rabatte und Geschenkgutscheine funktionieren marktübergreifend, feste Beträge werden aber erst im Checkout umgerechnet. Aus einem 50-€-Gutschein werden dann krumme Frankenbeträge. Prozentuale Rabatte umgehen das Problem.
- Eine Rechtsform pro Shop: Getrennte Geschäftseinheiten mit eigenen Shopify-Payments-Konten und Auszahlungen gibt es nur mit Shopify Plus. Wenn Deine Landesgesellschaften separat abrechnen müssen, brauchst Du Plus oder getrennte Shops.
- Versandlogik mit Lücken: Versandoptionen pro Markt sind noch im Early Access, sehr feine Regeln – etwa nach Gewicht je Land, kombiniert mit Sonderfällen – erreichst Du oft nur über Apps oder eigene Logik.
- Recht bleibt Handarbeit: Impressum, Widerrufsbelehrung, Cookie-Consent und Preisangaben musst Du pro Land selbst sauber aufsetzen. Shopify Markets lokalisiert Inhalte, nicht Deine Rechtspflichten.
Mit we-site zum erfolgreichen Shopify-Shop
Internationalisierung ist selten ein reines Technik-Projekt: Die Markt-Konfiguration ist schnell erledigt, über den Erfolg entscheiden Preisstrategie, Übersetzungsqualität und ein Checkout, der in jedem Land konvertiert. Als hochspezialisierte Shopify Agentur begleiten wir von we-site Dich durch genau diese Entscheidungen, vom Onboarding-Workshop über UI/UX Design und Entwicklung bis zum Livegang Deines ersten Auslandsmarkts.
Auch danach bleibt einiges zu tun, denn jeder weitere Markt bringt eigene Preise, Sprachen und Sonderfälle mit. Mit unserem Retainer we-site plus⁺ rollen wir Deine Märkte deshalb Schritt für Schritt mit Dir aus und optimieren dort weiter, wo die Zahlen es zeigen.
Du planst Deine eigene Shop-Internationalisierung? Dann melde Dich noch heute kostenlos und unverbindlich bei uns, wir freuen uns auf Dich!
FAQ
Ist Shopify Markets kostenlos?
Ja, Shopify Markets ist in allen Shopify-Plänen ohne Aufpreis enthalten. Kosten entstehen erst pro internationaler Bestellung, etwa 1,5 bis 2 % Gebühr für die Währungsumrechnung und eine kleine Gebühr für die Zoll- und Steuerberechnung im Checkout. Einzelne Komfortfunktionen wie marktspezifische Theme-Inhalte setzen allerdings den Advanced- oder Plus-Plan voraus.
Wie viele Märkte kann ich mit Shopify Markets anlegen?
Für Länder- und Regionsmärkte nennt Shopify keine Obergrenze, Du kannst in jedem Plan so viele Märkte anlegen, wie Du brauchst. Planabhängig ist nicht die Anzahl der Märkte, sondern der Funktionsumfang pro Markt. Nur bei B2B-Märkten gilt ein Limit: In den Plänen unterhalb von Shopify Plus sind maximal 3 aktive B2B-Kataloge möglich.
Brauche ich Shopify Payments für Shopify Markets?
Für das Anlegen von Märkten nicht, für den praktischen Betrieb fast immer. Sobald Du in mehreren Währungen abrechnen oder lokale Zahlungsmethoden wie iDEAL, EPS oder TWINT anbieten willst, brauchst Du Shopify Payments oder alternativ Adyen als Zahlungsabwickler. Ohne einen der beiden bleibt Dein Shop faktisch auf eine Währung beschränkt.
Was ist der Unterschied zwischen Shopify Markets und Managed Markets?
Shopify Markets ist ein Werkzeugkasten, bei dem Du selbst der Händler bleibst und für Steuern und Zölle verantwortlich bist. Bei Managed Markets, dem Nachfolger von Markets Pro, tritt der Shopify-Partner Global-e als eingetragener Händler (Merchant of Record) auf und übernimmt Steuerregistrierung, Zölle und Compliance gegen eine Transaktionsgebühr. Managed Markets steht allerdings nur Händlern mit Sitz in den USA sowie bestimmten Shops in Kanada und Großbritannien offen, für deutsche Händler ist es aktuell keine Option.
Übersetzt Shopify Markets meinen Shop automatisch?
Nein, nicht von allein. Die Übersetzung übernimmst Du mit der kostenlosen Shopify-App Translate & Adapt, die bis zu 2 Sprachen automatisch per KI übersetzt, weitere Sprachen pflegst Du manuell oder per CSV-Import. Insgesamt kannst Du aus einem Shop in bis zu 20 Sprachen verkaufen, einzelne Inhalte wie Tags, Produktbilder oder manche App-Texte bleiben aber unübersetzt.


